Copyright: Richard Grüll

2. Viertelstunden-Börse

Die Viertelstunden-Börse ist ein kleiner Marktplatz: Zwar gibt es keinen Marktschreier, aber gleichwie auf einem Markt, kommen bei der Börse Menschen ins Gespräch. Sie tauschen ihre Belange, ihre Ideen und Visionen aus. Vielleicht gehen sie nicht mit frischen Eiern und Kohl im Beutel, aber zumindest mit ertragreichen Gedanken nach Hause. Menschen, die etwas zu Geben haben, treffen auf Menschen, die gut etwas gebrauchen können …

Am 20. März 2018 lud die Nachbarschaft Samtweberei zum zweiten Mal zur Viertelstunden-Börse. Auch dieses Mal mit der Idee, die Menschen im Viertel einander näherzubringen und das Netzwerk in der Südstadt weiter auszubauen. Und auch an diesem Nachmittag kamen im Café Lentz über 50 Bewohner und Akteuere zusammen: Vereinsmitglieder und Initiatoren, Lehrer und Erzieher, Sozialarbeiter und Ehrenamtler, Designer, Künstler, Fotografen und viele Andere …

In den drei zeitlich begrenzten Gesprächsrunden hatten die „Bietenden“ – Gewerbetreibende und Bewohner der Alten Samtweberei, die sich ehrenamtlich über ihre „Viertelstunden“ betätigen wollen – die Möglichkeit, sich an die Tische der „Suchenden“ zu begeben, um dort Bedürfnisse und Leistungen auszutauschen, zu „Netzwerken“ und – im Idealfall – gemeinsam Projekte zu entwerfen. Anschließend konnten in einer anregenden und offenen Runde Gespräche fortgeführt, Gedanken weiter gesponnen und Ideen vertieft werden. Und das durchaus mit Erfolg: Es wurden nicht nur gemeinschaftlich Projekte auf den Weg gebracht, sondern vor allem die Viertelstunden konnten an dem Ort einen Platz finden, an dem sie wirklich gebraucht werden: Ein Corporate Design für eine Schule, Organisation von Kegelabenden, Deutschkurse & Kochabende, Vermittlung von Praktikumsplätzen, etc.

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Zuletzt bleibt festzuhalten, dass auch in diesem Jahr wieder Pioniere, Bewohner, Nachbarn und Akteure ein wunderbar lebendiges Bild entwarfen. Denn als ein Spiegel der Südstadt repräsentieren sie Leben und Arbeiten in einem urbanen Raum, einem sozialen Raum voller Kultur, Vielfalt und Herausforderung – im Großen, wie im Kleinen. Das Bindeglied ist ihre gemeinsame Motivation: Einen sozialen Beitrag zu leisten, einen Beitrag, der die Gemeinschaft und das interkulturelle Leben in unserem Viertel auf unterschiedliche Art und Weise bereichert!

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