Foto: Katrin Mevißen, Copyright: UNS

Gemeinschaftliches Wohnprojekt ist am 30. September gestartet

Jetzt geht es los! Das war das Signal für den Start der konkreten Planungen für das gemeinschaftliche Wohnprojekt in den denkmalgeschützten Gebäuden an der Ecke Lewerentz- und Tannenstraße. Rund 45 Wohninteressierte hatten im Vorfeld über schriftliche Interessensbekundungen signalisiert: Wir machen mit – wir möchten gern von Anfang an bei der Entstehung eines nachbarschaftlichen Wohnprojektes mitwirken!

In einer ersten Planungswerkstatt am 30. September 2014 unter Moderation der in der Entwicklung von Wohnprojekten erfahrenen Birgit Pohlmann aus Dortmund und mit dem beauftragten Architekten des Büros Heinrich Böll aus Essen, Achim Pfeiffer, wurden die Grundzüge des Projekts deutlich: Hier entstehen ca. 30 Wohnungen unterschiedlicher Größe von 55-150 qm Wohnfläche, zum Teil als öffentlich geförderter und preisgebundener Wohnraum, zum Teil freifinanziert zur Miete. Barrierefreie Erschließung mit Aufzügen, Balkone, kleine Gärten oder Terrassen und Energieeffizienz sind auch im Denkmal möglich.

Entscheidend ist aber der gemeinschaftsorientierte Entstehungsprozess, auf den sich die aktuell 45 Interessierten verständigt haben. Bis zum Dezember werden neben der Gebäude- und Freiflächenplanung die Fragen des gemeinschaftlichen Wohnens und der Einbindung in die Nachbarschaft, die Möglichkeiten einer späteren Selbstverwaltung und das nachbarschaftliche Miteinander in 6 weiteren Planungswerkstätten konkretisiert. Anfang 2015 wird es dann verbindlich mit den Bewerbungen für die Wohnungen, die in der 1. Hälfte 2017 bezogen werden können.

Am 16. Oktober um 18.30 Uhr beschäftigt sich die nächste Planungswerkstatt mit den Planungen und Überlegungen zum Freiraum, Innenhof, zu den angrenzenden Shedhallen und zu den gemeinschaftlich nutzbaren Räumen im Projekt.

Nachfolgend ein Überblick über die weiteren Termine:

  • Donnerstag, 30.10., 18.30 Uhr – Verantwortung für das Gesamtgebäude, Selbstverwaltung oder Mitbestimmung, gemeinschaftliche Nutzungen
  • Dienstag, 11.11., 18.30 Uhr – Haus und Wohnungen konkret, Weiterentwicklung der Planung
  • Samstag, 15.11., 14.00 Uhr – Besichtigung der Räume und Sprechstunde mit den Architekten
  • Mittwoch, 26.11., 18.30 Uhr – Stadtteil – Freiraum – Mietmodell – Wohnungen, Aktualisierung der Planung und Vorbereitung der Bewerbungsphase
  • Mittwoch, 10.12., 18.30 Uhr – Start der verbindlichen Bewerbungsphase und wie geht es weiter

Wohninteressierte können ihr Interesse über das Formular unter nachfolgendem Link bekunden: https://samtweberviertel.de/wp-content/uploads/2014/06/Fragebogen-Wohninteressierte.pdf.

2 Responses to Gemeinschaftliches Wohnprojekt ist am 30. September gestartet

  1. Reinhard Brauckhoff sagt:

    Hallo liebe „Nachbarschaft“ Suchende.

    Wir, vier Menschen, die sich aus der „Mitfinder Gruppe“ (www. mitfinder.de) heraus“ für das urbane Wohnen in der Samtweberei interessieren, waren nach dem ersten Treffen, am 30.09.14 bezüglich der „realen Möglichkeiten“ über das Wohnen im Denkmal irritiert.

    Wir teilen schon mal ein paar Gedanken mit Euch, und fragen nach, wie ist es Euch ergangen, welche Fragen beschäftigen Euch?

    Wir haben in Publikation „Neues Wohnen im Samtweberviertel“ gelesen, dass es kleine Appartements für 1-Personen Haushalte geben soll, die auch als gemeinschaftliche Gästewohnung und Gemeinschaftsnutzung geeignet sind.
    Im Faltblatt “Neues Wohnen im Samtweberviertel“ ist unter Mietwohnungen zu lesen > 1/3 soll öffentlich gefördert Wohnraum sein (Miete ca. 5,25€ /qm zzgl. 2-2,25€ Haus +Neben-kosten).
    Leider wurde auf die Punkte „kleine Appartements für 1-Personen Haushalte und „öffentlich geförderte für Wohnberechtigte“ nur sehr kurz eingegangen.

    Hier unsere konkreten Fragen und Anregungen für den 11.11. 2014
    – Wie viel kleine Wohnungen wird es tatsächlich geben?

    – Wo genau sind in der Machbarkeitsstudie v. 30.09.2014 das Drittel der öffentlich
    geförderten Wohnungen zu finden?

    – bzw. sollte die Möglichkeit diese Wohnungen in einer überarbeiteten Machbarkeitsstudie deutlich sichtbarer gemacht/besprochen werden.

    – Wir wünschen uns, dass aus planerischer und aus Architekten Sicht mehr die
    o.g. „kleinen Appartements für 1-Personen Haushalte in einer neuen Machbarkeitsstudie Berücksichtigung finden.

    – Wir finden die Frage interessant, ob/wie es eine Möglichkeit gibt, kleine Appartements für 1 Personen Haushalte architektonisch zu einer „anregenden Gemeinschaft in nachbarschaftlichem Wohnen“ zu verbinden.

    Wir freuen uns bereits vor dem nächsten Treffen auf Eure Eindrücke und Meinungen.

    Was beschäftigt die „zukünftigen Nachbarn“ nach dem letzten Treffen….

    Gespannt, ob es möglich ist, einige Punkte vor dem nächsten Treffen hier im Blog zu diskutieren …

    Mit vielen Grüßen
    Franz-Erich, Marlies, Reinhard und Tobias

    • Henry Beierlorzer sagt:

      Liebe „Mitfinder“-Gruppe,

      wir haben uns für den Donnerstag, 16.10. um 17 Uhr verabredet, um die besonderen Anliegen und Fragen derer, die von außerhalb Krefelds kommen, offenbar schon seit längerem über ein Gemeinschaftsprojekt diskutieren und sich in der letzten Runde als „Gruppe in der Gruppe“ mit spezifischen Wünschen vorgestellt hatten einmal zu besprechen.

      Bis dahin
      Henry Beierlorzer

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