Einweihung der ECKE am 3.12.2015, Foto: Qassim Mohamad Foto: Qassim Mohamad

Pralles Leben in der ECKE! – Neues Nachbarschaftswohnzimmer am 3. Dezember offiziell eröffnet

Schon vor 16 Uhr treffen die ersten Nachbarinnen und Interessierten in der ECKE ein. Drinnen beschäftigen sich drei kleine Mädchen mit dem Backen von Weihnachtsplätzchen während Interims-Managerin Sandra Jasper einer Journalistin ein Interview gibt. Nach dem offiziellen Startschuss zur Eröffnung füllen sich die Räume an der Südstraße ganz schnell. Bekannte und Unbekannte kommen miteinander ins Gespräch. Das Mitbringbuffet wächst und wächst. Die Stimmung ist super.

Genau das ist es, was sich die Initiatoren des neuen Nachbarschaftswohnzimmers gewünscht haben: dass das pralle Leben in die Ecke einzieht. Das kunterbunte Treiben an diesem Donnerstagnachmittag ist zwar zum großen Teil auf die offizielle Eröffnungsfeier zurückzuführen, aber auch sonst ist hier schon einiges los – in der Ecke. Die wird nämlich schon seit Wochen von verschiedensten Gruppen und Initiativen genutzt, von Schul-AGs, Projektstammtischen und gesellschaftlichen Organisationen.

Im mittleren Raum sitzen sie am großen Tisch zusammen und tauschen sich aus, Roland Boosen vom Bürgerverein und Jürgen Baums, der die interaktive Quartierskarte auf der Samtweberei-Homepage kreiert hat. Gloria Schloeßer von der Caritas und Birgit Schmidt-Clarner, die sich für orientalischen Tanz begeistert und ein paar Häuser weiter wohnt. Das hier ist ein toller Ort, um sich zu treffen und Aktivitäten ins Leben zu rufen. Da sind sich alle Anwesenden einig. „Die Ecke liegt hervorragend und eignet sich sehr gut, unkompliziert Veranstaltungen ins Leben zu rufen“, freut sich Roland Boosen. „Wir vom Bürgerverein werden die Räume hier zukünftig auch bestimmt nutzen.“

Eine gute Idee, was demnächst in der Ecke stattfinden kann, hat Heidrun Hütten, die gleich ihre Zither mitgebracht hat. In Gloria Schloeßer hat sie eine erste Interessentin gefunden, die sich zeigen lässt, wie man an den Saiten zupft. Genauso interessiert, die Ecke mit musikalischem Leben zu füllen, ist Birgit Schmidt-Clarner: „So einen Orientalischen-Tanz-Kurs für Mädchen kann man gut an einem Tag durchführen. Die Kinder lernen unwahrscheinlich schnell“, erzählt sie. „Ich finde es toll, dass hier jetzt ein Ort existiert, wo man einfach etwas machen kann, ohne gleich in einen Verein eintreten und Beiträge zahlen zu müssen.“

Während die einen über die vielfältigen Möglichkeiten philosophieren und Zitherspielen üben, widmen sich andere Gäste den vielen mitgebrachten Leckereien oder trinken eine Tasse heißen Kaffee. Nur den schönen „Ecke-Kuchen“ traut sich noch keiner anzuschneiden. Im vorderen Raum haben die kleinen Weihnachtsbäckerinnen inzwischen das Feld geräumt. Der Backofen wird jetzt zur Herstellung von Elif Manaz‘ und Engida Zelekes leckeren Gemüsepuffer genutzt, die schnell viele Liebhaber finden. Essen, trinken, reden! Laut und fröhlich geht es heute in der Ecke zu.

„Die Ecke – gute Rahmenbedingungen für Neues“ – diesen in Holz gerahmten Spruch hat Restaurator Stephan Beek als Einstandsgeschenk mitgebracht. Das sieht Joachim Watzlawik, der Organisator des Flüchtlingscafés „Sarah“, genauso. Trotz vollem Terminkalender hat er es sich heute nicht nehmen lassen, persönlich zur Eröffnungsfeier zu kommen. „Toll ist, dass man hier in alle Richtungen rausschauen kann“, erklärt er. Dieser Ort hier ist ein ideales Bindeglied zu anderen wichtigen Treffpunkten in unserem Viertel – wie dem Gemeindehaus an der Oelschlägerstraße und St. Josef an der Corneliusstraße. Ein guter Ort für Leib und Seele.“ „Die Ecke ist eine runde Sache“, ergänzt Jürgen Baums und fasst damit die Stimmung an diesem Tag gut zusammen.

Fotos: Qassim Mohamad

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